Allerorten wird die Überalterung der Gesellschaft als Gefahr heraufbeschworen. Busreisegesellschaften indes freuen sich über einen zunehmenden Boom. In der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung lesen wir, dass der Anteil der Busreisen bis zum Jahr 2015 auf 12 Prozent ansteigen wird.
Grund dafür sind die immer reiselustiger werdenden Senioren, die vemutlich auch im kommenden Jahr für steigende Buchungszahlen sorgen werden.
2005 organisierten die 6000 privaten
Omnibusunternehmen in Deutschland 6,5 Mio. Reisen, drei von zehn
führten zu einem Ziel in Deutschland. heißt es in dem Artikel
Einen interessanten Artikel bringt das Hamburger Magazin "Der Spiegel" anlässlich seines 60. Geburtstags. Neben diversen Rückschauen wird hier auch einmal ein Blick in die Zukunft, genauer gesagt ins Jahr 2067 gewagt.
Und die Überschrift zeigt schon die Richtung an, denn: Die Zukunft ist schwarz-rot-greis
Hier wird ein humorig-düsteres Bild einer Gesellschaft gezeichnet, Leerstand im Bundestag, Vergreisung an allen Ecken und Enden und eine dramatische Politikverdrossenheit – dies sind nur einige der Visionen, die Autor Severin Weiland zu diesem Thema zu haben scheint.
Klar, dass es sich hier um eine fiktiven Text handelt. Wieviel Wahres oder sagen wir mal Nachvollziehbares darin enthalten ist, muss jeder selbst entscheiden …
Nachdem die Initiative 50plus der SPD-Parteiführung in den letzten Tagen so heftig in die Kritik geraten ist, möchte ich an dieser Stelle kurz auf die Eckpunkte der Diskussion hinweisen. Juso-Chef Böning hat, einem Bericht in der TZ zufolge, geäußert, dass
die Vorschläge für Kombilöhne im "50plus"-Programm nichts Neues und auch früher wirkungslos gewesen [sind]
Auf der Webseite der SPD-Fraktion werden drei Eckpunkte genannt, die die Initiative 50plus kennzeichnen:
- Kombilohnelemente: Ältere werden bei der Aufnahme einer geringer bezahlten Tätigkeit durch einen Ausgleich beim Nettolohn unterstützt. Die Differenz zwischen dem früheren und dem geringeren neuen Nettogehalt wird im ersten Jahr zu 50 und im zweiten Jahr zu 30 Prozent ausgeglichen. Diesen Anspruch erhalten Arbeitslose ab dem 50. Lebensjahr, die einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I von mindestens 120 Tagen haben. Zusätzlich werden die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung aus der neuen Beschäftigung zu 90 Prozent der früheren Beiträge bezuschusst. Unternehmen, die Ältere einstellen, können zum Lohn einen neu gestalteten Eingliederungszuschuss erhalten. Voraussetzung ist eine Beschäftigungsdauer von mindestens einem Jahr.
- Die Befristungsregelung für Ältere ab dem 52. Lebensjahr wird erleichtert:
Die Höchstbefristungsdauer bei demselben Arbeitgeber beträgt dann fünf Jahre.
- Förderung der beruflichen Weiterbildung: Beschäftigte in Betrieben mit bis zu 250 Mitarbeitern (bisher 100) erhalten künftig
bereits ab dem 45. Lebensjahr (bisher ab 50) Bildungsgutscheine für zertifizierte Weiterbildungen.
Ob dies allerdings dazu beiträgt, dass die Unternehmen wieder verstärkt ältere ArbeitnehmerInnen einstellt, darf zurecht bezweifelt werden.
Einen interessanten Artikel zum Thema "Unfallversicherungen für die Generation 50plus" präsentiert das Weblog Versicherung50plus.de. Die Notwendigkeit einer Unfallversicherung zeigt sich allein daran, dass jährlich jeder Zehnte Deutsche über 50 einen Unfall mit Verletzungsfolgen erleidet.
Im Fokus des Artikels stehen insbesondere speziell auf Seniorinnen und Senioren zugeschnittene Angebote:
Senioren-Versicherungen trumpfen gegenüber Standard-Policen mit verbesserten Leistungen auf, die auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmt sind. So leisten einige Anbieter nicht nur nach Unfällen, sondern etwa auch bei Ermüdungsbrüchen, die gerade bei Senioren häufig vorkommen. Vorreiter ist in diesem Punkt die Berliner IDEAL Versicherungsgruppe, bei der Oberschenkelhals- und Armbrüche immer als Unfall zählen, unabhängig von der Ursache. Unfälle infolge von Herzinfarkt und Schlaganfall sind ebenso mitversichert wie Vergiftungen. Weitere Pluspunkte der Seniorenpolicen: Sie umfassen häufig auch Beratungs- und Betreuungsangebote. Angefangen von der Hilfe bei Arzt- oder Behördengängen, über Einkaufsangebote bis hin zur Betreuung der Haustiere.
Es wird allerdings auch deutlich, dass nicht alle Anbieter miteinander vergleichbar sind, weil die Auswahl der Leistungen oftmals zu unterschiedlich ist.
Ein Computer speziell für Seniorinnen und Senioren? Bislang war dies noch Zukunftsmusik, doch mit dem SimpLiCo von Fujitsu-Siemens ist nun ein erster Anfang gemacht.
Doch schaut man sich dieses Modell genauer an, so trifft der gute alte Ausspruch "Aller Anfang ist schwer" am ehesten ins Schwarze. Zugegeben: Die Idee, einzelnen Themenbereiche wie Büro & Organisation, Internet & E-Mail oder auch Hobby & Freizeit sowie Spaß & Spiele farblich zu markieren, ist nicht schlecht. Und auch die übergroße Tastatur mit den riesigen Buchstaben macht irgendwie Sinn.
Doch bei genauerem Hinsehen hat Stiftung Warentest dann doch einige Mängel gefunden. Zum einen wird der Rechner als zu laut bezeichnet, zum anderen scheinen sich Peripheriegeräte wie Scanner oder MP3-Player nur schwer installieren. Das ist umso erstaunlicher, als dass es ja nun schon seit einiger Zeit "Plug & Play" gibt.
Das Fazit liest sich dann auch entsprechend dürftig:
Guter Gedanke, lieblose Umsetzung. Das Konzept „fertig eingerichtet,
einfach bedienbar“ muss noch besser werden. Für 899 Euro wünschen wir uns Monitor und Drucker mit im Paket.
Mal schauen, wann das nächste Angebot auf den Markt kommt …