50plus-aktuell

Aktuelle Informationen für die Generation 50+

Fett macht fit!

Seit Jahren gilt Fett als böse; es soll dick machen, Herzinfarkt auslösen, sogar Brustkrebs verursachen. Doch neue Forschungen zeigen: Fett ist viel besser als sein Ruf – und gesund!

Es sind große Studien aus den USA, Europa und Asien, die zu ganz neuen Erkenntnissen über Fett führen. Wichtig dabei: Es wurden mehr als 300.000 Menschen über 20 Jahre und länger beobachtet. Was man dabei feststellte, widerspricht teilweise oder sogar komplett dem, was man bisher glaubte, über Fett zu wissen.

„So bringt Fett sparen, wenn überhaupt, nur magere Erfolge“, fasst Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder die neuen Studien zusammen. „Und wer tätsächlich mit Fettverzicht abnimmt, wiegt nach ein, zwei Jahren in der Regel nur noch wenige Hundert Gramm weniger als vor der Diät“, so die renommierte Fett-Expertin. Einige Experten gehen sogar davon aus, das gerade eine fettarme Ernährung zu Übergewicht führt. Diesen Schluss legen auch Zahlen aus den USA nahe:

Obwohl dort seit den 70er -Jahren der Anteil von Fett in der Nahrung um fast 8% abnahm, stieg im gleichen Zeitraum der Anteil der Fettsüchtigen um über 100%! Interessant: Im gleichen Zeitraum nahm der Anteil der Kohlenhydrate in der Nahrung deutlich zu. Experten wie der Ernährungswissenschaftler Dr. Nicolai Worm gehen daher davon aus, dass „nicht zu viel Fett in unserer Ernährung Übergewicht verursacht, sondern zu viele Kohlenhydrate“. Worm rät, sich so zu ernähren wie unsere Vorfahren in der Steinzeit, also mit viel Fleisch, Fisch, Gemüse, Wurzeln, Pilzen, Beeren. Er begründet das damit, dass der menschliche Körper sich daran über mehrere hunderttausend Jahre angepasst hat. Die heute übliche Ernährung mit extrem viel Zucker, industriell verarbeiteten Backwaren und Fertigprodukten usw. gibt es dagegen erst seit ein paar Jahrzehnten. Auch das jahrelang gescholtene tierische Fett im Essen stellte sich in einer US-Studie mit 350.000 Teilnehmern, die bis zu 23 Jahre lang beobachtet wurden, als harmlos fürs Herz heraus. „Es gibt keinen Hinweis, dass gesättigte Fette das Risiko für koronare Herz- und Gefäß-Erkrankungen erhöhen“, resümiert der Leiter der Studie , Ronald Krauss.

Qelle: Magazin-plus 08/2010

aktuelle Handys für Senioren

Neue Handys übertrumpfen sich mit immer mehr Funktionen und werden immer komplizierter.  Schwierig, da den Überblick zu behalten, zumal viele Menschen nur ein Handy zum Telefonieren und gelegentlichen SMS- schreiben suchen. Denn fast immer muss man Funktionen mitkaufen, die man eigentlich gar nicht braucht. Doch es gibt sie, die einfachen Handys!

In der aktuelle Ausgabe der Zeitschrift “Connect” (9/2010) wurden drei Examplare dieser Gattung getestet und bewertet.

Es handelt sich dabei um das Nokia 1800, das Doro Easy Phone 410GSM sowie das Emporia Elegance.  Die Preise liegen zwischen 34 Euro für das Nokia und 150 Euro für das Doro Elegance.  Betrachtet man die Geräte unter den Aspekten guter Klang (Lautstärke!), große und übersichtliche Tasten, einfache Bedienung sollte man bei seiner Entscheidung eher zwischen Doro Easy Phone und Emporia Elegance wählen.

Das Klapphandy Doro Easy Phone bietet neben Bluetooth und eingebautem UKW-Radio die Möglichkeit, mehrere Rufnummern zu definieren, die beim Druck auf die Notruftaste nacheinander angerufen werden, bis der Anruf angenommen wird (im dümmsten Fall kann das aber auch eine Mailbox sein!).  Mit seinen Abmessungen von 100mm x 52xmm x 21 mm liegt die Größe im üblichen Bereich.

Das deutlich elegantere Emporia Elegance des österreichischen Herstellers Emporia liegt ebenfalls angenehm und sicher in der Hand, fällt aber mit seiner Klavierlackoptik und seinen Metalltasten angenehm auf. Insidern ist Emporia schon länger durch seine großen Handys für Senioren bekannt, die aber bisher immer etwas altbacken wirkten.

Emporia nutzt bei seinem Elegance zwei Drittel der Front für eine wirklich große Tastatur. Obwohl eng beieinander, sind sie dennoch spürbar voneinander getrennt. Das Display bietet mit seiner 1,7 Zoll großen Fläche von allen Kandidaten die größte Schrift zum Vorschein, lediglich durch leichte Spiegelungen getrübt.  Die Bedienung erscheinte durchdacht und folgt einem eigenen Konzept.  Eine nette Idee ist die Möglichkeit, Adressbucheinträge per SMS von seinen Angehörigen zu empfangen.  Mit einem Wecker und einer kleinen Taschenlampenfunktion komplettiert sich die Ausstattung.

Fazit: Es gibt sie noch (bzw. wieder), die einfachen Handys. Man muß sie nur finden!

Die Entdeckung der Generation 50plus

Die privaten TV-Sender geben sich gern ein jugendliches Image. Aber auch das Publikum wird älter. Das lässt neue Ideen reifen.

Bei RTL kann man auch rechnen. In zehn Jahren wird der Anteil der Bundesbürger über 50 Jahre bei anhaltender Altersentwicklung auf 47% angestiegen sein, prognostiziert das Statistische Bundesamt – heute sind es bereits 40 Prozent. Der demografische Wandel rollt damit auch auf die werbeabhängigen Privatsender zu.

Das Problem: Diese Sender, allen voran RTL, haben in einem nachhaltig wirkenden PR- Manöver “das junge Publikum” zwische 14 und 49 Jahren für “werberelevant” erklärt – also besonders ansprechbar für TV-Reklame. Jetzt müssen sie merken: Auch ihr Publikum kommt, wie schon länger bei den Öffentlich Rechtlichen zu sehen, in die Jahre.

“SAT1 hat inzwischen mehr als 50 Prozent der Seherschaft im Bereich 50 plus, also älter als 50. RTL ist auf dem besten Weg dahin, ist knapp darunter”, weiß RTL-Veteran Uli Bellieno, der schon 1984 in den Gründungstagen der großen Privatsender im Werbemarkt mitmischte.

Und schon gibt es Überlegungen, die Zielgruppe entsprechend reifen zu lassen: Geht es nach dem heutigen RTL-Vermarkter IP Deutschland, sollsie bald ein ideales Alter von 20 bis 59 Jahre haben. IP-Deutschland-Chef Martin Krapf könne es sich “sehr gut vorstellen, die Referenz-Gruppe 14/49 durch 20/59 zu ersetzen”, zitiert ihn jedenfalls das Branchenblatt “Horizont”.

Eine solche Entwicklung ist nahezu zwangsläufig. Denn längst habe sich herausgestellt, dass die ” Generation 50 plus”  – im Marketingbereich als “Best Ager” , “Silver Generation”, “Generation Gold” , “Mid Ager” oder “Master Consumer” umschmeichelt – durchaus konsumorientiert und für Werbung entsprechend zu interessieren sei. Vor allem hat sie laut Statistiken viermal soviel Geld zur freien Verfügung wie die jüngere “Generation Praktikum” in ihren oft tariflosen oder gar prekären Arbeitsverhältnissen.

Die Frage ist, ob der einst von RTL-Urvater Helmut Thoma festgelegte Altersgruppenstatus noch einmal so leicht festzuzurren ist wie Mitte der 80er Jahre. Da hattte Thoma einfach die unter seinen Zusachauern damals am besten vertretene Altersgruppe zum Nonplusultra für die Marketing-Maschine ernannt, die auf die Gleichung “junger Sender plus junges Publikum gleich kauflustig gleich schöne Werbeumsätze” gern ansprang.

Thoma hatte diesen Trick aus den USA importiert, wo sich der um höhere Marktanteile kämpfende Sender ABC bereits in den 50er Jahren mit ähnlichen Parolen gegen die Konkurrenz von NBC und CBS durchgeboxt hatte.

Inzwischen aber ist die Zielgruppen-Übereinstimmung im privaten TV-Lager nicht mehr vorhanden. Jedenfalls heißt es von Seiten der Seven One Media, die das Reklamefeld für Pro7Sat1 beackert, dass man von der Altersverschiebung nicht viel halte – weil wenigstens Pro7 noch ein jüngeres Publikum an sich zieht als Sat1 und eben auch RTL.

Die eigentliche Frage bleibt jedoch bei alldem, wie sinnvoll solche Alterseinteilungen überhaupt sind. Deutschland-Werbeexperte Bernd Michael sieht darin laut NDR-Magazin “Zapp” eher “eine Verkaufsförderungsidee”, die “keine Basis mit Forschung oder Inhalten” habe, die man in dieser Zeitspanne zwischen 14 und 49 seriös begründen könne. Kollege Bellieno spricht ebenfalls von einer “ziemlich unsinnigen Zielgruppe”, die nur verbindlich geworden sei, weil alle einfach immer mitgemacht hätten.

Mögen also Thesen noch so willkürlich zusammengezimmert worden sein – verändert werden können sie, wenn sie erst einmal im Medien-Mainstream verankert worden sind, offenbar nur noch sehr schwer oder wenn sich alle Beteiligten irgendwann einig sind. Das gilt nicht nur für politische oder wissenschaftliche Themen, sondern auch für den meinungsbildenden Medien-Marketing-Verbund selbst. Die bloße Verschiebung einer Altersgruppe, nur weil sie einem kaufkräftiger erscheint, könnte jedenfalls nicht mehr als die bloße Verlagerung eines lange gehegten Unsinns sein.

Qelle: Ostseezeitung

Oderso.de – Warum alleine wenn’s gemeinsam mehr Spaß macht

Die oderso Veranstaltungsagentur hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen im besten Alter zusammenzubringen. Das Berliner Unternehmen ist neu auf dem Markt und will bis Ende 2008 in allen wichtigen deutschen Metropolen präsent sein. Kernstück der Aktivitäten ist, spezielle Events zu kreieren und zu organisieren, auf die Menschen der Generation 50+ auch alleine gehen, um dort neue Kontakte zu knüpfen. Dazu gibt es eine eigens entwickelte Moderation, so dass möglichst viele ins Gespräch kommen. Der Slogan "wir schaffen Begegnung" ist Programm. Damit aber nicht genug. Die Veranstaltungen sind anspruchsvoll konzipiert. Der Geschäftsführer Axel Keck: "Wir wollen unseren Gästen etwas bieten, wovon sie noch viele Tage zehren und was die Begegnung fördert." Je nach Themen gibt es die Fahrt zum Tanz auf einem Schloss, den Besuch von unterirdischen Labyrinthen, Wellnesskurs, Philosophierunde und vieles mehr. Immer verbunden mit der Möglichkeit für Gespräche und mit einem herrlichen Essen. Die Teilnehmerzahl ist je nach Event auf 40-60 Personen begrenzt. Buchungen sind möglich unter www.oderso.de .

Senioren und “Silver Surfer” auf dem Vormarsch

Die so genannten Silver-Surfer, also Personen der Zielgruppe 50plus, sind auf dem Vormarsch. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf eine 2006 vorgestellte Sonderauswertung der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AGOF). So zeigt sich:

Ein Viertel aller Surfer sind "Silver Surfer". Darunter werden
allerdings alle zusammengefasst, die älter als 50 Jahre sind. Beim genaueren Hinsehen ergeben sich deutliche Unterschiede. Laut einer Studie von ARD und ZDF sind bei den 50- bis 59-Jährigen bereits 60 Prozent im Internet aktiv. Bei den Deutschen ab 60 Jahren nur noch gut 20 Prozent.

Insbesonder Foren und Partnersuchen, wie beispielsweise Silberfuchs und Co. sind auf dem Vormarsch. Dazu kommen Schnäppchenseiten und Foren.

In punkto Shopping fehlen bislang allerdings spezielle Angebote für SeniorInnen, was besonders erstaunt, da aus dieser Zielgruppe bereits 70 Prozent der Internetnutzer im Internet eingekauft haben:

Ein Fünftel zählt zu den Vielnutzern, die regelmäßig Waren über das Internet beziehen. Vor allem Bücher, Kleidung und Musik gehen über die virtuelle Ladentheke.

Eine Menge Potential!

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