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Aktuelle Informationen für die Generation 50+

Kategorie: Aktuelles

Die Entdeckung der Generation 50plus

Die privaten TV-Sender geben sich gern ein jugendliches Image. Aber auch das Publikum wird älter. Das lässt neue Ideen reifen.

Bei RTL kann man auch rechnen. In zehn Jahren wird der Anteil der Bundesbürger über 50 Jahre bei anhaltender Altersentwicklung auf 47% angestiegen sein, prognostiziert das Statistische Bundesamt – heute sind es bereits 40 Prozent. Der demografische Wandel rollt damit auch auf die werbeabhängigen Privatsender zu.

Das Problem: Diese Sender, allen voran RTL, haben in einem nachhaltig wirkenden PR- Manöver “das junge Publikum” zwische 14 und 49 Jahren für “werberelevant” erklärt – also besonders ansprechbar für TV-Reklame. Jetzt müssen sie merken: Auch ihr Publikum kommt, wie schon länger bei den Öffentlich Rechtlichen zu sehen, in die Jahre.

“SAT1 hat inzwischen mehr als 50 Prozent der Seherschaft im Bereich 50 plus, also älter als 50. RTL ist auf dem besten Weg dahin, ist knapp darunter”, weiß RTL-Veteran Uli Bellieno, der schon 1984 in den Gründungstagen der großen Privatsender im Werbemarkt mitmischte.

Und schon gibt es Überlegungen, die Zielgruppe entsprechend reifen zu lassen: Geht es nach dem heutigen RTL-Vermarkter IP Deutschland, sollsie bald ein ideales Alter von 20 bis 59 Jahre haben. IP-Deutschland-Chef Martin Krapf könne es sich “sehr gut vorstellen, die Referenz-Gruppe 14/49 durch 20/59 zu ersetzen”, zitiert ihn jedenfalls das Branchenblatt “Horizont”.

Eine solche Entwicklung ist nahezu zwangsläufig. Denn längst habe sich herausgestellt, dass die ” Generation 50 plus”  – im Marketingbereich als “Best Ager” , “Silver Generation”, “Generation Gold” , “Mid Ager” oder “Master Consumer” umschmeichelt – durchaus konsumorientiert und für Werbung entsprechend zu interessieren sei. Vor allem hat sie laut Statistiken viermal soviel Geld zur freien Verfügung wie die jüngere “Generation Praktikum” in ihren oft tariflosen oder gar prekären Arbeitsverhältnissen.

Die Frage ist, ob der einst von RTL-Urvater Helmut Thoma festgelegte Altersgruppenstatus noch einmal so leicht festzuzurren ist wie Mitte der 80er Jahre. Da hattte Thoma einfach die unter seinen Zusachauern damals am besten vertretene Altersgruppe zum Nonplusultra für die Marketing-Maschine ernannt, die auf die Gleichung “junger Sender plus junges Publikum gleich kauflustig gleich schöne Werbeumsätze” gern ansprang.

Thoma hatte diesen Trick aus den USA importiert, wo sich der um höhere Marktanteile kämpfende Sender ABC bereits in den 50er Jahren mit ähnlichen Parolen gegen die Konkurrenz von NBC und CBS durchgeboxt hatte.

Inzwischen aber ist die Zielgruppen-Übereinstimmung im privaten TV-Lager nicht mehr vorhanden. Jedenfalls heißt es von Seiten der Seven One Media, die das Reklamefeld für Pro7Sat1 beackert, dass man von der Altersverschiebung nicht viel halte – weil wenigstens Pro7 noch ein jüngeres Publikum an sich zieht als Sat1 und eben auch RTL.

Die eigentliche Frage bleibt jedoch bei alldem, wie sinnvoll solche Alterseinteilungen überhaupt sind. Deutschland-Werbeexperte Bernd Michael sieht darin laut NDR-Magazin “Zapp” eher “eine Verkaufsförderungsidee”, die “keine Basis mit Forschung oder Inhalten” habe, die man in dieser Zeitspanne zwischen 14 und 49 seriös begründen könne. Kollege Bellieno spricht ebenfalls von einer “ziemlich unsinnigen Zielgruppe”, die nur verbindlich geworden sei, weil alle einfach immer mitgemacht hätten.

Mögen also Thesen noch so willkürlich zusammengezimmert worden sein – verändert werden können sie, wenn sie erst einmal im Medien-Mainstream verankert worden sind, offenbar nur noch sehr schwer oder wenn sich alle Beteiligten irgendwann einig sind. Das gilt nicht nur für politische oder wissenschaftliche Themen, sondern auch für den meinungsbildenden Medien-Marketing-Verbund selbst. Die bloße Verschiebung einer Altersgruppe, nur weil sie einem kaufkräftiger erscheint, könnte jedenfalls nicht mehr als die bloße Verlagerung eines lange gehegten Unsinns sein.

Qelle: Ostseezeitung

TV – Neue Sender für Senioren

Wie Barrierekompass.de berichtet, werden sich künftig gleich zwei TV-Sender speziell um die Gunst der Zielgruppe 50plus bemühen. So startet der Bundesverband "50plus" mit Sitz in Augsburg künftig einen eigenen Fernsehsender:

Das Programm, bereitgestellt und ausgestrahlt von der Grid-TV GmbH in München, ist kostenlos und rund um die Uhr mit Zielgruppen relevanten Themen, wie Reisen, Mobilität, Wellness und Finanzen über alle IP-basierten Medien zu empfangen.

Doch damit nicht genug: TV-Urgestein Max Schautzer hat ebenfalls einen neuen Fernsehsender mit dem Namen Bono-TV gegründet und möchte sich nach eigener Darstellung "als Sender für die zweite Lebenshälfte" etablieren

Zu diesem Zweck sollen wohl auch ehemalige TV-Größen wie Kurt und Paola Felix oder Dagmar Berghoff "reaktiviert" werden.

Ob das wirklich Sinn macht? Denn wer die Altstars sehen möchte, kann ja auch Wiederholungen schauen. Seniorenfernsehen funktioniert vermutlich nur dann, wenn auch attraktive neue Inhalte geboten werden, die speziell auf die Zielgruppe ausgerichtet sind.

Die oben genannten ModeratorInnen stehen eher für längst vergangene Zeiten und werden es vermutlich schwer haben, frische Inhalte rüberzubringen.

Cranky – Spezielle Suchmaschine für Senioren

Unter der URL Cranky.com hat der US-Amerikaner Jeff Taylor eine neue Suchmaschine mit klarer Ausrichtung auf die Bedürfnisse älterer Menschen gegründet.

Dabei unterscheidet sich Cranky in erster Linie durch die Schriftgröße von Google und Co. Diese ist rund dreimal größer als bei den Mitbewerbern was dazu führt, dass maximal vier Suchergebnisse pro Seite dargestellt werden.

Ein weiteres Features ist die Bewertungsfunktion. Um die Scuh-Algorithmen auf dem neuesten Stand zu halten und die Suche zu optimieren, kann die Effektivität einer jeden Suchanfrage von den NutzerInnen der Seite bewertet werden.

Wie PC Professionell schreibt, hatte Gründer Jeff Taylor in der Vergangenheit bereits mit der Jobbörse einen großen Erfolg feiern können.

Ob das mit Cranky ebenfalls gelingen wird, bleibt abzuwarten, denn auch bei Google und anderen kann die Schrift via Browser skaliert und somit lesbarer gemacht werden.

Eine Bewertungsfunktion kann Sinn machen, doch steht diesem Konzept oftmals die Individualität der NutzerInnen im Weg. Denn unter demselben Suchbegriff können verschiedene Personen unterschiedliche Ergebnisse erwarten, was sich dann auch in einem heterogenen Bewertungsbild niederschlagen wird.

Man darf gespannt sein, wie sich Cranky weiterentwickelt.

Fußball: Bald nur noch neun Spieler in Seniorenmannschaften

Vorweg gesagt: Unter Senioren versteht man im Fußballsport genau genommen alle Nicht-Junioren und somit die Erwachsenen, die im Verein einem Sport nachgehen. Und trotz dieser eigentlich klaren Begriffsdefinition schwingt noch ein wenig der umgangssprachlichen Nutzung des Wortes mit, wenn man sich die Pläne des DFB-Präsidenten Zwanziger anschaut.

Dieser hat in einem Interview mit dem "kicker" (zitiert nach Handelsblatt) davon gesprochen,
dass in den untersten Spielklassen von den Kreisligen A abwärts vom Sommer 2008 an nur noch mit neun statt mit elf Spielern pro Mannschaft gespielt wird. Damit solle der Wettbewerb erhalten bleiben, weil die Anzahl der Mannschaften im Seniorenbereich stark rückläufig ist.
Im Zeitraum von 15 Jahren verringerte sich die Zahl der Seniorenteams um zehn Prozent von 69 214 (1991) auf derzeit nur noch 62 678 Mannschaften in den 25 805 Vereinen.

Darüber hinaus soll eine deutsche Meisterschaft der "Alten Herren" ab dem 35. oder 40. Lebensjahr stattfinden, um „die Fußballer möglichst lange dabei zu haben“.

Eine prima Idee, doch sollte Herr Zwanziger dabei auch bedenken, dass das Spiel anstrengender wird, wenn weniger Spieler auf dem Platz sind. Ob das indes die Motivation älterer Hobbysportler erhöht, kann bezweifelt werden.

Umfrage: 50 plus im Kino

Im Rahmen der Diplomarbeit eines Studenten der Hochschule Darmstadt möchten wir Sie gerne einladen an einer Online-Befragung zu Thema "50 plus im Kino" teilzunehmen. Durch Ihre Mithilfe soll herausgefunden werden, wie Kino für Sie in Zukunft noch interessanter gestaltet werden könnte.

Unter allen Teilnehmern werden 10 x 2 Freikarten und zehn
Filmbücher verlost.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Klicken Sie
bitte auf folgenden Link um zur Umfrage zu gelangen:

www.kino-umfrage.de
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