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Aktuelle Informationen für die Generation 50+

Kategorie: Gesundheit

Mundgeruch

Wann haben Sie eigentlich das letzte Mal einen Mitmenschen auf seinen Mundgeruch aufmerksam gemacht? Vor einigen Tagen, einigen Wochen oder Monaten? Jeder kennt in seinem Umfeld Personen, die beim sprechen oder atmen unangenehme Gerüche verströmen. Laut neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen leiden etwa 80% aller Erwachsenen unter Mundgeruch, 25% sogar dauerhaft! Häufigste Ursache für Mundgeruch sind bestimmte Bakterien im Mund- und Rachenraum. Diese sitzen in Hohlräume und Nischen zwischen den eigenen Zähnen oder auch künstlichem Zahnersatz. Aus diesem Grund steigt auch mit zunehmendem Alter das Risiko, unter Mundgeruch zu leiden. Die normale Zahnbürste erreicht diese Stellen nicht mehr, es kommt auf Dauer zu immer stärkeren Entzündungen und auch Zahnfleischbluten. Effektive Hilfsmittel zur besseren Reinigung dieser Stellen sind Mundduschen, aber auch spezielle Zahnseide oder kleine Zahnzwischenraumbürsten sind recht nützlich. In vielen Fällen hilft die Berücksichtigung dieser einfachen Maßnahmen, den Mundgeruch zu beseitigen. Die oft verwendeten Mundwasser hingegen helfen selten dauerhaft, da sie nur ein kurzfristiges Frischegefühl verschaffen und die eigentlichen Ursachen nicht bekämpfen.

Bringen die empfohlenen Maßnahmen keine Besserung, sollte medizinische Unterstützung durch Spezialisten in Anspruch genommen werden. Betroffene -so sie über ihr Problem von guten Freunden informiert wurden- haben häufig eine lange Odyssee hinter sich. Spezialisten zur Bekämpfung von Halitosis (medizinischer Fachausdruck für Mundgeruch) sind in Deutschland noch rar. Sinnvoll erscheint eine Recherche im Internet mit den Suchbegriffen „Halitosis“ und „Halimeter“. Dieses Halimeter, ein spezielles Messgerät zur Diagnostik des Mundgeruch, erlaubt die exakte Eingrenzung der Quellen des Mundgeruch und ist damit ein wichtiger Baustein für eine qualifizierte Behandlung.

Weitere Infos zum Thema Mundgeruch finden Sie unter http://www.halitosis-therapie.de .

Nagelpilz ade!

Daran erkennt man einen Pilz

Der Nagel wächst weiter normal (1 Millimeter im Monat), wird aber gleichzeitig etwas dicker und schimmert gelblich-bräunlich.

Die Verfärbung beginnt meist am vorderen Nagelrand, seltener fängt sie am Nagelwall an.

So wird man den Pilz wieder los

Ist der Nagel vom vorderen Rand her befallen, muss man ihn so kurz wie möglich schneiden, um infiziertes Material zu entfernen.

So kommt der Pilz nicht wieder

Füße täglich gründlich waschen, sehr gut abtrocknen, dann mit normaler Körperlotion pflegen.

Täglich frische Socken aus Wolle oder Baumwolle tragen.

Atmungsaktive Schuhe, z. B. aus Leder oder speziellen Kunstfasern wie Goretex, bevorzugen. Im Sommer viel barfuß laufen.

Schuhe nach dem Tragen lange lüften, mindestens 24 Stunden.

Schuhe nicht mit anderen teilen!

In Umkleiden, Saunen, Hotelzimmern usw. Badeschuhe tragen.

Dann speziellen Nagellack auftragen, etwa Ciclopoli 8% Nagellack; Ciclopirox Winthrop Nagellack oder Nagel Batrafen Start Set Lösung,
alle um 20 Euro (Apotheke).

Geht die Infektion vom Nagelwall aus oder ist bereits der gesamte Nagel befallen, muss man die infizierte Nageloberfläche mit einer Feile so weit wie möglich abfeilen, bevor man den Spezial-Lack aufträgt. Vorsicht: Nicht das Nagelbett verletzen, sonst können Pilzsporen ins Blut gelangen und gefährliche Infektionen auslösen!

Metallfeilen danach mit Desinfektionsmittel oder 70-prozentigem Alkohol (Apotheke) desinfizieren. Sandblattfeilen wegwerfen. Hände gründlich waschen, bevor man andere Stellen am Körper berührt.

Geduld haben, Behandlung kann sich über Monate hinziehen.

Ist mehr als ein Nagel befallen oder wächst neuer Nagel pilzbefallen nach, muss man zum Arzt. Er verschreibt spezielle Tabletten, die den Pilz von innen bekämpfen.

Arthrose

Deutschland ist Weltmeister. Knieweltmeister! In keinem anderen Land werden so viele Knie-Prothesen eingesetzt: knapp 160.000 Stück jährlich, Tendenz steigend. Grund ist fast immer Arthrose – die Oberfläche des Knorpels ist verschlissen. Betroffen davon sind nahezu alle Älteren: 75 Prozent der über 50-Jährigen und sogar mehr als 90 Prozent der über 70-Jährigen.

Kein Wunder also, dass 90 Prozent der Menschen, die ein künstliches Kniegelenk eingesetzt bekommen, über 65 sind. Aber ist ein künsdiches Gelenk die zwangsläufige Folge einer Arthrose? Für viele Ärzte und Krankenhäuser ja. Zumal sich dieser Eingriff lohnt – die Materialkosten für die Prothese liegen bei rund 1.600 Euro, erstattet werden aber von der Krankenkasse bis zu 6.500 Euro. Dabei muss ein Krankenhaus mindestens 50 Mal pro Jahr eine Knieprothese einsetzen, um überhaupt dafür zugelassen zu bleiben. Das schreibt das Gesetz vor, um sicherzustellen, dass Chirurgen genug Erfahrung mit diesen Operationen haben. Eine Richdinie, die erschreckenderweise dazu führen kann, dass Kliniken vorschnell zum künstlichen Knie raten, um nur nicht unter die Mindestzahl von 50 OPs pro Jahr zu rutschen. Prof. Joachim Grifka, Direktor der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg im Asklepios Klinikum in Bad Abbach, rät daher, „ein Krankenhaus zu wählen, in dem mehr als die Mindestzahl der Prothesen eingesetzt werden”. Nur so kann man sicher sein, dass die Chirurgen die nötige Routine für den komplizierten Eingriff haben. Von allen Therapien sollte aber die Knie-Prothese die letzte sein, sagt Professor Grifka: „Schließlich haben wir heute viele effektive Möglichkeiten, den Knorpel lange zu erhalten.”

In frühen Stadien reicht es schon aus, mit Physiotherapie die Muskeln zu stärken. Bei stärkerem Verschleiß lässt sich der Knorpel oft wieder auffüllen. Zu den Techniken mit den besten Ergebnissen gehört die Mikrofrakturierung, bei der kleine Löcher in den Knochen unter dem Knorpel gebohrt werden: Aus dem Knochenmark treten dann kleine Blutstropfen aus, die Stammzellen enthalten und neuen Knorpel bilden. „Dieser Knorpel ist zwar nicht so belastbar wie der ursprüngliche”, erklärt Grifka. „Er kann aber die Beschwerden für mehrere Jahre beseitigen oder deutlich lindern.”

Ist der Defekt des Knorpels klar eingegrenzt, hilft oft auch eine Knorpel-Zelltransplantation: Dabei werden gesunde Knorpelzellen aus dem Knie gewonnen, im Labor vermehrt und dann in das Gelenk gepflanzt. „Diese Methode hat sich in den letzten Jahren sehr verbessert”, versichert Prof. Joachim Grifka. „Der Knorpel, der dabei entsteht, ist dem ursprünglichen sehr ähnlich.” Aber: Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die hohen Kosten von 7.000 Euro nur in Ausnahmefällen.

Arthrose ist zwar eine typische Krankheit des Alters – das heißt aber noch lange nicht, dass sie auch jeder bekommt. ,Vielen Knien macht vor allem unser Lebensstil zu schaffen”, weiß Dr. Andreas Halder, Chefarzt an der Klinik für Orthopädie der Sana-Kliniken im brandenburgischen Kremmen. Die beiden Hauptprobleme aus seiner Sicht: „Wir bewegen uns zu wenig und wiegen zu viel. Der Knorpel muss auch noch die ganze Masse allein auffangen, weil verkümmerte Muskeln das Knie nicht genug stützen.” Starkes Übergewicht vermeiden und vor allem regelmäßiges Bewegen gehören deshalb zu den wichtigsten Tipps, damit man Arthrose erst gar nicht bekommt bzw. ihr Fortschreiten verlangsamt.

Quelle: Burkhard Zimmermann

Das Broken-Heart-Synrom

Stress kann das Herz bustäblich brechen. Nach einem Erdbeben in Japan 1991 wurde erstmals das sogenannte Broken-Heart-Syndrom beschrieben.

Diese Krankheit ist bis heute relativ wenig erforscht. Fest steht nur: Sie trifft fast immer Frauen über 60 Jahre nach einem einschneidenden Erlebnis. Und die Symptome ähneln denen eines Herzinfarktes: Atemnot, Brustschmerzen, Übelkeit. Zwar haben die meisten Patientinnen Schlimmes hinter sich – den Tod eines nahestehenden Menschen etwa. Doch manchmal reiche schon eine Überraschungsparty oder die Aufregung über einen Lottogewinn aus, die Krankheit auszulösen, erzählt Rainer Schumann, Chefarzt der Dr.-Becker-Klinik Möhnesee bei Soest (Nordrhein-Westfalen). Das vor allem ältere Frauen betroffen sind, liegt eventuell an dem immer weiniger werdenden Östrogen in ihrem Körper nach den Wechseljahren. Östrogene – also die weiblichen Geschlechtshormone – wirken normalerweise herzschützend. Die Ursache des Syndroms sind aber vermutlich die Stresshormone, die die Nebenniere bei der Belastung in großem Maße ausschüttet: Diese Hormonexplosion verkraftet das Herz nicht, ein Teil davon stellt einfach die Arbeit ein. Weil die Symptome und das EKG zunächst auf einen Herzinfarkt hindeuten, bekommen die Frauen den üblichen Herzkatheter gelegt, erläutert Michael Becker, Kardiologe an der Uni-Klinik Aachen. Erst dann offenbart sich der Trugschluss. Denn die Herzkranzgefäße werden normal durchblutet, von einer Verstopfung oder gar einem Verschluss keine Spur. Allerdings bewegt sich ein Teil des Herzens nicht mehr. Doch jetzt kommt die gute Nachricht: Fast alle Patientinnen mit Broken-Heart-Syndrom überleben. Die Sterberate liegt nur bei etwa drei Prozent. Außerdem heilt das Herz von selbst. Die Veränderungen bilden sich innerhalb von Wochen fast immer vollständig zurück, erklärt Schumann.

Betablocker glätten zwar die Wirkung der Stresshormone ab. Eine wirkliche Vorbeugemöglichkeit besteht aber wohl nicht. Eine Psychotherapie kann jedoch helfen, besser mit Stress umzugehen.

Qelle: Berliner Woche, KW 47

Rechtzeitig gegen Grippe impfen lassen

Die Grippesaison steht vor der Tür. Besonders gefährde­te Personen sollten sich früh­zeitig gegen Influenza-Vi­ren impfen lassen. Der in der Impfsaison 2010 eingesetzte Impfstoff schützt aufgrund seiner Zusammensetzung sowohl gegen die saisonale Grippe wie auch gegen das H1N1-Virus. Darauf weisen die Experten der IKK classic hin. Als besonders gefähr­det gelten Menschen, denen im Falle einer Influenza-In­fektion ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsver­läufe droht. Diesem erhöh­ten Risiko unterliegen nach dem Urteil der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut (STIKO) unter anderem alle Personen über 60 Jahre und Menschen, die an chronischen Krankheiten leiden. Dazu gehören bei­spielsweise Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankun­gen, Diabetes, chronischen Atemwegs-beschwerden oder Immunschwäche sowie deren Angehörige.

Quelle: IKK classic

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