50plus-aktuell

Aktuelle Informationen für die Generation 50+

Kategorie: Trends

Senioren und “Silver Surfer” auf dem Vormarsch

Die so genannten Silver-Surfer, also Personen der Zielgruppe 50plus, sind auf dem Vormarsch. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf eine 2006 vorgestellte Sonderauswertung der Arbeitsgemeinschaft Onlineforschung (AGOF). So zeigt sich:

Ein Viertel aller Surfer sind "Silver Surfer". Darunter werden
allerdings alle zusammengefasst, die älter als 50 Jahre sind. Beim genaueren Hinsehen ergeben sich deutliche Unterschiede. Laut einer Studie von ARD und ZDF sind bei den 50- bis 59-Jährigen bereits 60 Prozent im Internet aktiv. Bei den Deutschen ab 60 Jahren nur noch gut 20 Prozent.

Insbesonder Foren und Partnersuchen, wie beispielsweise Silberfuchs und Co. sind auf dem Vormarsch. Dazu kommen Schnäppchenseiten und Foren.

In punkto Shopping fehlen bislang allerdings spezielle Angebote für SeniorInnen, was besonders erstaunt, da aus dieser Zielgruppe bereits 70 Prozent der Internetnutzer im Internet eingekauft haben:

Ein Fünftel zählt zu den Vielnutzern, die regelmäßig Waren über das Internet beziehen. Vor allem Bücher, Kleidung und Musik gehen über die virtuelle Ladentheke.

Eine Menge Potential!

Busreisen-Boom dank Senioren

Allerorten wird die Überalterung der Gesellschaft als Gefahr heraufbeschworen. Busreisegesellschaften indes freuen sich über einen zunehmenden Boom. In der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung lesen wir, dass der Anteil der Busreisen bis zum Jahr 2015 auf 12 Prozent ansteigen wird.

Grund dafür sind die immer reiselustiger werdenden Senioren, die vemutlich auch im kommenden Jahr für steigende Buchungszahlen sorgen werden.

2005 organisierten die 6000 privaten
Omnibusunternehmen in Deutschland 6,5 Mio. Reisen, drei von zehn
führten zu einem Ziel in Deutschland.
heißt es in dem Artikel

Marketing: 50plus und Senioren sind nicht dasselbe

Eine interessante Pressemitteilung kommt von der datasax GmbH. Veröffentlicht auf OpenPR

wird hier eine klare Trennlinie zwischen den Bereichen Marketing 50plus sowie dem Seniorenmarketing gezogen.

Der Grund liegt weniger im biologischen Alter, als im Lebensgefühl der so genannten "Best Ager", also der KonsumentInnengruppe zwischen 50 und ca. 75.

So lesen wir:

Best Age Marketing richtet sich an Menschen im gefühlten Alter von 40 bis 65 Jahren. Best Ager fühlen sich um durchschnittlich ca. 13 Jahre jünger, als sie tatsächlich sind. Sie sind in der Regel voll leistungsfähig und werden nicht durch körperliche oder psychische Krankheiten eingeschränkt. Aktiv, mobil, frei und unabhängig, genießen sie gelassen ihr Leben.

Klar, dass in diesem Kontext auch die finanziell meist abgesicherte Situation eine große Rolle spielt.

Als "echte Senioren" wird indes die Gruppe 75plus bezeichnet, die nach einem alten Wertekodex leben, den Best Ager eher ablehnen.

Man darf gespannt sein, wie lange es dauert, bis sich diese -ebenfalls virtuellen Trennlinien- mal wieder verschieben …

Senioren schlecht fürs Immobiliengeschäft

Das Immobilienunternehmen Planet Home hat eine Studie veröffentlicht, nach der sich deutsche Immobilienkäufer unter anderem von SeniorInnen in der Nachbarschaft vom Kauf einer Immobilie abgeschreckt fühlen. Bei Presseportel.de lesen wir hierzu die erhellende Mängelliste potentieller Käufer:

1. Nähe zu stark befahrener Straße: 83,9%
2. Hoher Sanierungsbedarf am Haus selbst:71,7%
3. Fehlende Infrastruktur (Bus/Bahn/Geschäfte des täglichen Bedarfs):62,1%
4. Schlechte Parkplatzsituation: 60,1%
5. Hoher Sanierungsbedarf in Küche und Bad: 48,2%
6. Fehlen schalldichter Fenster: 35,0%
7. Schulen in der Nachbarschaft: 18,5%
8. Kinder/Kinderspielplatz: 16,3%
9. Fehlen eines Aufzuges: 15,8%
10. Viele ältere Menschen in der Nachbarschaft:13,4%

Dabei haben sich insbesondere jüngere Menschen gegen SeniorInnen als Nachbarn ausgesprochen. Warum das so ist, geht aus der Studie natürlich nicht hervor.

50plus Streetwear

Eine interessante Entdeckung machte das Weblog Tschilp, dass sich laut Subline unter anderem mit "Mode in Wien" beschäftigt. Dort ist von einer Fotostrecke im Londoner Modemagazin Issue One die Rede, bei der die Models ausschließlich SeniorInnen sind.

Das ist ja an sich nicht Neues, doch war es bislang nicht so recht üblich, Mode für ältere Menschen als stylish und trendy zu verkaufen. Darüber hinaus war der Begriff der "Streetwear", wie er hier verwendet wird, eher Kleidung für die Zielgruppe der 15-29jährigen vorbehalten.

Tschilp begrüßt diesen Trend ausdrücklich. Dort heißt es: vielleicht finden wir ja im Alter die Freiheit und den Mut unserer vergangenen Jugend wieder, die wir auf einer langen Jagd nach Erfolg, Anerkennung, materiellem Status so lange aus den Augen verloren haben.

Etwas weniger enthusiastisch könnte man aber auch einfach konstatieren, dass einmal mehr eine Vermarktungslücke geschlossen werden soll und vielleicht bald die Generation 50plus in den "Genuss" MTV-kompatibler Werbung kommen wird.

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