50plus-aktuell

Aktuelle Informationen für die Generation 50+

Kategorie: Vermischtes

Was tun bei kleinen Unfällen?

Immer häufiger kracht es auf Straßen oder Parkplätzen – aber nur ein bisschen: ein Bagatell-Unfall. Doch was darf man dann tun und was nicht?

Was ist im Sinne der Polizei oder Versicherung ein Bagatell-Unfall? Dazu gibt es tatsächlich genaue Vor­schriften: Bagatell-Unfälle sind die Un­fälle, bei denen ein Sachschaden von weniger als 750 Euro entsteht und nie­mand verletzt wird. Muss denn ein Bagatell-Unfall bei der Polizei gemeldet werden bzw. kommt die Polizei überhaupt noch zu diesen Unfällen? Gemeldet werden muss der Polizei ein Bagatell-Un­fall nicht, wenn sich beide Unfallgegner über den Hergang und die Schuldfrage einig sind. In vielen Bundesländern (Bayern, Baden-Württemberg, Hes­sen, Sachsen, Saarland und Schleswig-Holstein) werden Bagatell-Unfälle auch nur noch dann auf­genommen, wenn der Verdacht einer Straftat be­ziehungsweise einer Ordnungswidrigkeit besteht. Sonst müssen die Beteiligten den Baga­tell-Unfall selbst aufnehmen. Wie macht man das genau? Schäden mit einer Kamera festhalten; Position der Autos mit Kreide einzeich­nen, dies nachher ohne Autos fotogra­fieren. Bei den Verkehrsclubs gibt es Sets fürs Auto. Dann den Hergang im Detail aufschreiben und von beiden Beteiligten unterschreiben lassen. Lassen Sie auch Zeugen den Hergang beschreiben und deren Aussagen un­terschreiben. Unbedingt aber auch gegenseitig die Personalien (Fahrzeugpapiere) kontrollieren. Darf man sich vom Unfallort entfernen?  Nein. Erst wenn nach 45 Minuten bei einem par­kenden Auto niemand erschienen ist, darf man sich entfernen. Name und Adresse ans Fenster klemmen. Dann aber den Schaden bei der Polizei melden.

Qelle: Magazin-plus 09/2010

Alte oder Senioren? Linguistische Überlegungen …

Dieses Weblog heißt 50plus-aktuell. Doch beschäftige ich mich vielfach mit dem Thema Senioren oder SeniorInnen, wie ich es lieber schreibe. Aber wie sieht es mit "Alten", "Geronten", "Silver Surfern", "Best Agers" etc. aus? Die Begriffe für die ältere Generation sind vielfältig und allesamt in gewisser Weise kontrovers.

Wenngleich selber in diesem Bereich nicht ganz unbeleckt, möchte ich doch auf das linguistische Weblog Sprechtakel hinweisen, dass sich in bemerkenswerter Weise der Frage "Senioren versus Alte" annimmt.

Besonders interessant ist der soziolinguistische Verweis auf den momentanen Sprachgebrauch, der "alt" offensichtlich mit "schlecht" gleichsetzt. Sprechtakel zitiert dabei WittgensteinsSatz "Die Bedeutung der Wörter liegt in ihrem Gebrauch."

Ob es dabei wirklich so ist, dass die Benutzung des Wortes "Alte" offensichtlich problematisch ist, sei dahingestellt. 

In jedem Fall kann ein genaueres Nachdenken über die verwendeten Begriffe manchmal durchaus erhellend sein … 

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